Die Krankenhauskapelle im St-Marien-Hospital

 

 

Die Kapelle


Kreuz, Tabernakel und Türgriffe


Die Fenster


Die Apfelmadonna


Der Kreuzweg


Der Glockenturm

 

(Die Texte sind größtenteils einem Faltblatt zum 25-jährigen Jubiläum der Kapelle aus dem Jahr 2010 entnommen.)

 

 


 

 

In der Geschichte des St.-Marien-Hospitals ist die heutige Kapelle die vierte.

Ihre Einweihung am 17.04.1985 war der Abschluss eines fast kompletten Neubaus des Krankenhauses.

 

Nach einem Entwurf des Halterner Architekten Bernhard Kruth ist die Kapelle auf einem trapezförmigen Grundriss mit nach außen geknickter Chorwand errichtet worden. Nach vorne hin weitet sich der Raum in die Breite und in die Höhe.

 

Die Innengestaltung stammt von dem Lüner Künstler Reinhold Schröder. Die Elemente des Altarraums werden geprägt durch den Kontrast zwischen den Materialien Rotlava und Bronze.

 

Die Krankenhauskapelle versteht sich als ein Ort des Rückzugs, der Stille und des Gebetes  und ist als solcher Tag und Nacht geöffnet. Sie will für ihre Besucher ein freier Raum sein, in dem Tränen, Angst und Bitte ebenso sein dürfen wie Dankbarkeit und Freude. Viele Besucher sind einfach nur in Stille da, andere bedienen sich greifbarer Ausdrucksformen:

 

Sie zünden vor der Apfelmadonna eine Kerze an,

sie schreiben in das ausgelegte Fürbittbuch,

lesen in der Hl. Schrift oder

stellen am Tag ihrer Entlassung ihre Blumen in der Kapelle ab.

 

Die Kapelle lädt Sie ein, sich der Erfahrung eines Psalms anzuvertrauen:

 

                  „Gott birgt mich in seinem Haus am Tag des Unheils;

                            er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes,

                              er hebt mich auf einen Felsen empor.“

 

 


Kreuz, Tabernakel und Türgriffe

Das große Hängekreuz über dem Altar ist als Lebensbaum gestaltet.

 

Die Tabernakeltüren zeigen das eucharistische Motiv des Weinstocks, erinnern in ihrer Tellerform aber gleichzeitig an Früchteschalen, wie sie an Patientenbetten häufig zu finden sind.

 

Zu den Bronzearbeiten zählen auch – leicht zu übersehen – die Griffe der beiden Türen, die vom Seitengang aus in die Kapelle bzw. nach draußen auf den Kapellenvorplatz führen. Während die Außengriffe – wie das marmornen Reliquiengrabrelief am Altar – mit einem stilisierten M auf Maria als Patronin der Kapelle hinweisen, stellen die Innengriffe die biblischen Rettungsgeschichten um Noa, Jona und Lazarus dar.

 

 


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Die Fenster

Die unter dem Dach entlanglaufenden Fenster stammen von dem Krefelder Glasmaler Kurt Spierling und haben den Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi zum Thema. Ihr „himmlisch“-blauer Grundton kontrastiert wirkungsvoll mit der warmen, „irdenen“ Farbgebung des übrigen Raumes.

 

Die gesandstrahlten Fenster zum Seitengang sind 2011 von Egbert Verbeek aus Bonn gestaltet worden. Sie schützen die Beter in der Kapelle vor Blicken und Geräuschen aus dem Seitengang, öffnen den Raum aber gleichzeitig für die, die dort durchgehen. Das dargestellte Ährenfeld läßt sich – in Ergänzung zum Weinstock auf den Tabernakeltüren – ebenfalls als eucharistisches Motiv verstehen.

 

 


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Die Apfelmadonna

Apfelmadonna
Hl. Rochus

Die „Apfelmadonna“ links vom Altar ist eine Kopie; das nachempfundene Original entstand um 1410/20 in Köln und ist heute im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen ausgestellt. Die Figur des Hl. Rochus auf der gegenüberliegenden Seite stammt aus dem 18. Jh. und hat ihren Platz ursprünglich in der alten Lüner Marienkirche gehabt hat.

 

 


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Der Kreuzweg

Ebenfalls von Reinhold Schröder stammt der auf Leinentuch gemalte Kreuzweg im Seitengang, der bis 2011 zum Kapellenraum gehörte. Von der Tradition abweichend sind die Gestalten und Ereignisse des Kreuzweges in acht Darstellungen zusammengefasst. In Lebensgröße stehen sie dem Betrachter gegenüber.

 

 


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Der Glockenturm

Auf dem Platz vor der Kapelle steht als architektonisches Unikum der Dachreiter des Vorgängerbaus aus dem Jahre 1928, vom Dach auf die Wiese gesetzt, der auf diese Weise seinen Dienst als Glockenturm weiter tun kann.

 

 


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