Die St. Norbert-Kirche


Die Fenster


Der Taufbrunnen


Der Kreuzweg


Veröffentlichungen

 

 Anmerkung der Redaktion:

Ein großer Teil der Texte dieser Seite ist dem St. Norbert-Kirchenführer (unter Veröffentlichungen)  entnommen und stammen von Monika Meyer und Bernhard Bülskämper.

 


 

 

Die Zelt-Kirche St. Norbert

 

 

Unsere St. Norbert-Kirche wurde in den Jahren 1965 - 1967 erbaut und am 08. Oktober 1967 geweiht.

 

Planung und Entwurf stammen von der Arbeitsgemeinschaft des Architektenbüros Ostermann & Droste in Münster und dem Architekten Fritz Bette aus Lünen. Die künstlerische Ausgestaltung übernahm der Künstler und Bildhauer Hubert Janning aus Münster-Angelmodde.

 

Unsere St. Norbert-Kirche hat die Gestalt und den Charakter eines Zeltes - und das nicht zufällig, sondern bewußt und gewollt.

 

An den Ursprüngen unserer Glaubensgeschichte - im wandernden Gottesvolk Israel - war das Zelt das "Haus unterwegs".

Und im letzten Buch der heiligen Schrift spricht der Seher Johannes von der Zukunftsvision unseres Glaubens im Bild des Zeltes.

 

So erinnert der Zelt-Charakter unserer St. Norbert-Kirche immer wieder daran, dass wir Menschen auf dem Wege" sind und ein Ziel vor Augen haben:

 

"Gottes neue Stadt aus dem Himmel"

"Zelt Gottes unter den Menschen"

 

In Fachkreisen von Architektur und Kunst gilt die St. Norbert-Kirche als hervorragendes Beispiel zeitgenössischer sakraler Kirchbaukunst in der gesamten Region.

 

So wurde 2009 dem Ensemble mit Kirche, neuem Norbert Treff und neugestaltetem Kirchplatz die Auszeichnung

 

"Kunstwerk des Jahres 2009"

in der Stadt Lünen

 

durch das "Forum Kunst - Kunstverein Lünen" verliehen.

 

 

 

 

Die "geteilte" St.-Norbert-Kirche

In einer Zeit, in der im Zusammenleben und Zusammenwachsen katholischer und evangelischer Christen manches eher stagniert und man wieder stärker von einer "Ökumene der Profile" spricht, erleben wir hier in Nordlünen ein besonders starkes ökumenisches Zeichen:

 

Unsere "geteilte" St.-Norbert-Kirche.

 

Seit Ostern 2000 teilen sich katholische und evangelische Christen den kirchlichen Raum - nicht nur provisorisch und vorübergehend, sondern dauernd und verbindlich. In einer Zeit großer finanzieller und wirtschaftlicher Probleme auch für die Kirchen, da selbst Veräußerung, Umwidmung oder Abriss von sakralen Gebäuden und Kirchen keine Tabus mehr sind, haben Christen aus Nordlünen "aus der Not eine Tugend gemacht". Aber nicht nur aus Not, sondern auch aus dem tiefen ökumenischen Bewußtsein: "Wir Christen gehören zusammen und dürfen dies auch deutlich zeigen!"

 

 

 

 

 


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Die Fenster

Die großen wandfüllenden Fenster prägen den ganzen Kirchenraum. Sie sind das Werk des Künstlers Franz Heilmann aus Borghorst. Die Gestaltung in rustikalem Beton-Bruch-Glas übernahm die Firma Derix aus Düsseldorf.

 

Das Rahmenthema aller drei Fenster könnte heißen

 

"Weg und Ziel im Glauben"

 

Dem vom Eingang aus gesehene rechte Fenster liegt das Exodus-Ereignis des Alten Testamentes zugrunde:

Gott befreit und leitet sein Volk Israel durch die tödlichen Wasser des Roten Meeres hindurch in das "Gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen", das Land der Freiheit und eines erfüllten Lebens.

 

 

Das gegenüber liegende Fenster - in Struktur und Farbe fast ein "Zwilling" des ersten - stellt den Weg des neutestamentlichen Gottesvolkes dar. Im Bild des Schiffes in den Stürmen unseres Lebens sehen wir Kirche und Gemeinde auf dem Weg durch die Zeiten. Trost und Kraft auf diesem Weg: Wir sind nicht allein. Jesus (dargestellt im ICHTHYS-Fisch) ist mit im Boot.

 

 (Bild wird in Kürze eingestellt.)

 

Beim Verlassen der Kirche erinnert dieses Fensterbild an Gottes große Zusage, an Seine Zukunft, die auf uns zukommt:

Goldenes Licht flutet herab - Stadt "von oben" voller Licht und Leben, Sehnsucht und Ziel allerSchöpfung. 

 

"Da berühren sich Himmel und Erde"

 

- und alles wird neu.

 

 


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Der Taufbrunnen

Der Taufbrunnen der St. Norbert-Kirche bildet den zentralen Mittelpunkt direkt unter der Zeltspitze des Daches. So wird der Täufling auch symbolisch in die Mitte der Gemeinde aufgenommen.

 

Der Deckel des Taufbrunnens zeigt aus dem Alten Testament

 

Jona  - tödlich gefährdet im dunklen Bauch des Fisches - taucht aus den Fluten empor zum Licht.

 

 

                                                            befreit

                                                     wie neu geboren

                                                aus dem Wasser empor

                                                   dem Licht entgegen

 

 


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Der Kreuzweg

Der Kreuzweg in St. Norbert ist - wie vieles andere in unserer Kirche - gestaltet von Hubert Janning aus Münster-Angelmodde.

 

Der Künstler sieht den Leidensweg Jesu und die Leiden der Menschheit in Geschichte, Gegenwart und Zukunft "ineinander". Dadurch erhalten die sehr ausdrucksstarken Bronze-Reliefs der einzelnen Stationen einen bleibend aktuellen Bezug.

 

Eine Besonderheit des Kreuzweges ist, dass er nicht mit der 14. Station des Leidensweges endet, sondern seinen Abschluss und Höhepunkt in einem 15. österlichen Bild findet. Die Darstellung des "Emmaus-Ereignisses" ist auch deutlich größer gestaltet als die übrigen Stationen.

 

 

Station 1
Station 2
Station 3
Station 4
Station 5
Station 6
Station 7
Station 8
Station 9
Station 10
Station 11
Station 12
Station 13
Station 14
Station 15

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Veröffentlichungen

St. Norbert in Lünen - Tritt ein und bleib

 

Kirchenführer St. Norbert,

überarbeitete Version von 2007

Herausgeber

katholische Kirchengemeinde St. Norbert

 

Die informative Broschüre kann beim Besuch der St. Norbert Kirche oder über das Gemeindebüro St. Norbert bezogen werden. 


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