Die Breil-Orgel in der St. Norbert-Kirche

Die Orgel in der St. Norbert-Kirche wurde 1974 von der Firma Franz  Breil in Dorsten erbaut. Sie ist nach dem Schleifladensystem mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur erstellt und erhielt ihren Platz zu ebe­ner Erde in der Nähe des Altares. Das Orgelwerk hat auf 2 Manualen und dem Pedalwerk  22 Register mit insgesamt 1616 Pfeifen, die sich auf die einzelnen Werke wie folgt verteilen:

 

 

Hauptwerk (I. Manual) = 9 Register

Schwellwerk (II. Manual) = 7 Register

Pedalwerk = 6 Register

Die Orgelweihe fand statt am 13. Juli 1974.

Auszug aus dem Abnahmegutachten von Domorganist Heinrich Stockhorst vom 24. 10. 1974:

 

"Zweifellos fügt sich das Schaubild der Orgel hervorragend in die Architektur der Kirche ein. Durch die Anordnung des angebauten Spieltisches kann der Organist die Funktionen am Altar beobachten.

Hinsichtlich der Tonhöhe nutzt die Orgel den gesamten Hörbereich aus. Das Verhältnis der Prinzipale zu den Flöten, Gedackten und Zungenstimmen bewährt sich in der normalen Verteilung. Die Gesamtdisposition ist an den Prinzipien des klassischen Orgelbaus orientiert. So beginnt das Hauptwerk auf der Basis von Prinzipal 8'. Das Schwellwerk besticht durch seine Helligkeit und seinen Farbenreichtum, während das Pedal ein gesundes Fundament bildet. Der Aufbau der Klangpyramide innerhalb der einzelnen Werke ist konsequent durchgeführt. Die gemischten Stimmen geben der Orgel das spezifische Gepräge und sind für die klare Zeichnung der polyphonen Musik entscheidend.

Spiel- und Registertraktur funktionieren hervorragend. Die Orgel weist hochprozentige Zinnlegierung und erlesene Hölzer auf. Die innere Anlage verrät den versierten Orgelbauer. Die Werke der Orgel setzen sich deutlich und trennscharf voneinander ab. Sie sind hinsichtlich Kraft und Fülle ausgewogen. Der ORGANO PLENO - Klang ist gravitätisch, ohne erdrückend zu wirken. Sämtliche Anschlagsnuancen vom strengen legato -bis zum spitzen staccato können in hohem Maße verwirklicht werden. Eine gleichmäßige Windversorgung ist auch bei größter Beanspruchung sichergestellt. Nicht zuletzt möchte ich die wohlgelungene Intonation erwähnen, dis Vater und Sohn Innig ausführten."

Disposition der Orgel:

Hauptwerk, Manual I, C-g'''

1. Quintade 16'

2. Prinzipal 8'

3. Gedackt 8'

4. Oktave 4'

5. Spitzgedackt 4'

6. Waldflöte 2'

7. Sesquialtera 2fach

8. Mixtur 4-6fach 1 1/3'

9. Trompete 8'

Tremulant

 

Schwellwerk, Manual II, C-g'''

10. Holzgedackt 8'

11. Prinzipal 4'

12. Rohrflöte 4'

13. Oktave 2'

14. Quinte 1 1/3'

15. Scharff 4fach 2/3'

16. Hautbois 8'

Tremulant

 

Pedalwerk, C-f'

17. Subbass 16'

18. Oktavbass 8'

19. Rohrgedackt 8'

20. Choralbass 4'

21. Piffaro 3fach 2' + 1' + 1/2''

22. Fagott 16'

 

Koppeln

Manualkoppel II/I

Pedalkoppel I

Pedalkoppel II

 

Spielhilfen

Kombination A, B, C

Auslöser, Organo pleno, Pedal-Kombination, Schwelltritt, Einzelabsteller (Zungen)

 

Die Disposition stammt von Domorganist H. Stockhorst.