Hier finden Sie in unregelmäßigen Abständen Predigten und andere Texte zum Herunterladen. Bitte beachten Sie, dass alle Texte nur zum privaten Gebrauch bestimmt sind und nur mit dem Namen des Autors veröffentlicht werden dürfen!

 

 

 



28.02.2012 Einen überaus lesenswerten Text (lesenswert, auch wenn man etwas Geduld und Zeit braucht) über Tendenzen, die Vergangenheit zu verklären und absolut zu setzen, auch und gerade in der Liturgie, hat der Essener Professor für Gregorianik und Liturgik, Stefan Klöckner, in der Herder-Korrespondenz verfasst. Hier ist der Link

 

 

03.01.2012: "Viele Diskussionen um die Gestalt unserer Kirche, mitunter Zerrissenheit, manchmal sogar Spaltung. Das Bemühen, angesichts veränderter gesellschaftlicher und kirchlicher Situation, dem Leben in unserem Bistum eine zukunftsfähige Struktur und ein inhaltliches Profil zu geben, bringt Konflikte, Streit, Unsicherheiten und Ängste mit sich. Wir können aber auch nicht übersehen, wie viel Gutes in unserem Bistum gewirkt wird..." Das sagt Bischof Dr. Felix Genn in seiner Predigt Silvester 2011. Den gesamten Wortlaut der Predigt finden Sie hier.

 

 

 

19.12.2011: Hier finden Sie den ersten Entwurf des Diözesanpastoralplans für das Bistum Münster. Der Pfarrgemeinderat wird diesen Entwurf in seiner nächsten Sitzung beraten. Hinweise, Ergänzungen, Kommentare sind willkommen (Mail an clemenskreiss(at)gmx.de)

17.2.2012. Sechs Mitglieder unseres Pfarrgemeinderates haben den Entwurf des Diözesanpastoralplans kritisch gelesen und kommentiert. Hier finden Sie den kommentierten Entwurf.

 

 

28.04.12 Für Irritation und für Fragen sorgt der Brief des Papstes an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, in dem er die Änderung der Einsetzungsworte "für alle" in "für viele" anordnet. Der Brief des Papstes ist hier nachzulesen. Besonders sei auf folgenden Satz aus dem Brief hingewiesen:  "Wir wissen alle durch die Erfahrung der letzten 50 Jahre, wie tief die Veränderung liturgischer Formen und Texte die Menschen in die Seele trifft; wie sehr muss da eine Veränderung des Textes an einem so zentralen Punkt die Menschen beunruhigen."

Lesenswert ist der Artikel des Bochumer Neutestamentlers Thomas Söding, Mitglied der Internationalen Theologen-Kommission, hier zu finden. Wer lieber hört, findet hier ein Interview im Domradio.

Als persönliche Anmerkung und als eine Art Zusammenfassung sei noch bemerkt:

1. Die Einsetzungsworte der Messe sind natürlich keine Wiederholung dessen sind, was Jesus im Abendmahlssaal gesagt hat. Paulus und die Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas überliefern sie in ihrer Interpretation - und die Einsetzungsworte selbst sind wiederum eine Kombination aus allen vier Texten.  Was Jesus gesagt hat, lässt sich kaum rekonstruieren. Was er gemeint hat schon eher: Dass er seine Gegenwart auch über den Tod hinaus an die Zeichen von Brot und Wein bindet und dass seine Sendung allen Menschen gilt.

2. Entscheidend für das Verständnis des Heiles als Angebot "für alle" (!) bleiben die klaren Worte des Paulus: 2 Kor 5,14a und Röm 5,15 mit Röm 5,18. Das hat die Überarbeiter des Messbuchs nach dem 2. Vatikanischen Konzil dazu bewegt, "für alle" zu schreiben und damit der Deutung und und insbesondere der Sichtweise des hl. Paulus gerecht zu werden.

3. Heilsangebot ist nicht Heilsgarantie. Das würde die Freiheit des Menschen aufs Spiel setzen.

4. Nur bei Matthäus und Markus finden sich die Worte "für viele", nicht aber bei Paulus und Lukas. Sie sind ein Anklang an Jes 53, das stellvertretende Leiden des Gottesknechtes. 

5. Die Einsetzungworte werden dann verändert, wenn das neue Messbuch in Kraft tritt. Das wird vermutlich im Jahr 2014 oder noch später sein. Auch wenn diese verändert werden, ist wichtig festzuhalten: In dem, was gemeint ist, gibt es keine Veränderung - nur in der Wörtlichkeit in Bezug auf die lateinische Messprache, in der immer von "für viele" die Rede war, und die Wörtlichkeit der entsprechenden Formulierung bei Matthäus und Markus.


Clemens Kreiss, Pfarrer