Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden

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Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden

„Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“ – dieses Leitwort der evangelischen Kirche wird auch uns in den kommenden sieben Wochen der österlichen Bußzeit begleiten.

Eine Blockade, die ich für mich immer stärker erlebe, ist der Mangel an Dankbarkeit. Wie schnell wird kritisiert, wird alles schlecht gemacht, lässt man seinem Frust freien Lauf. Sind die harten Worte ausgesprochen oder in den sog. sozialen Medien einmal platziert, entfalten sie ihre Wirkung. Die Coronopandemie hat mir noch einmal verdeutlicht, was ich schon vorher seit langem wahrgenommen habe: Wir sind zunehmend eine Empörungsgesellschaft geworden. – Und Empörung ist etwas anderes als Kritik!

Kritik ist fruchtbar, Empörung vernichtet. Empörung verstellt den Blick auf das Gute. Wie häufig wünschen wir uns von den Medien, dass sie das Positive mehr herausstellen und nicht das Negative. Zunehmende Empörung und der mangelnde Blick für das Gute erlebe ich als eine Blockade, die ein Miteinander erschwert. Daher soll die Homepage unserer Kirchengemeinde in den kommenden Wochen der österlichen Bußzeit einen Raum bieten, auf dem das benannt werden kann, was einen mit Dankbarkeit erfüllt bzw. wofür sich jemand bedanken möchte. Lassen Sie/lasst andere daran teilhaben und schickt einen Beitrag per E-Mail ans Pfarrbüro: stmarien-luenen@bistum-muenster.de

Vielleicht lösen wir auf diese Weise eine Blockade, die unser Miteinander im Alltag erschwert, und entdecken so Dinge in unserem Alltag, die sonst verborgen bleiben.

Ich denke z. B. an die Botinnen und Boten, die trotz der widrigen Umstände der vergangenen Tage Zeitungen, Post und Pakete auch weiterhin zugestellt haben. Ich denke an die Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte in unserem Klinikum, die seit einem Jahr an die Grenze ihrer Kräfte geführt werden und die dennoch ihren Dienst kompetent und den Menschen zugewandt ausüben. Ich denke an die Erzieherinnen und Erzieher unserer Kindergärten, die uns trotz der Pandemie immer wieder zeigen, wie wichtig diese Einrichtungen für unsere Kirchengemeinde sind. Ich denke an ….. – Woran denken Sie? Woran denkt Ihr?

Ich bin gespannt auf das, wofür Sie dankbar sind/wofür Ihr dankbar seid. Lasst uns gemeinsam teilhaben und uns so gegenseitig bereichern: stmarien-luenen@bistum-muenster.de

Ihr/Euer Pastor Michael Mombauer!