Christina Eikens, Pastoralreferentin

Diakon Hermann Opgen-Rhein

Ist die Welt noch zu retten?

Ist die Welt noch zu retten? Lernt die Menschheit überhaupt nicht dazu? Gegen die Ukrainer wird ein immer menschenverachtenderer Vernichtungskrieg geführt, auf der Weltklimakonferenz haben sich die Nationen wieder einmal nicht einigen können und unsere Kirche tut weiterhin alles, damit die Menschen sich kopfschüttelnd von ihr abwenden. Gibt es denn gar keinen Fortschritt? Keine Hoffnung?

Die Lesungen des Ersten Adventssonntages beginnen mit einer großartigen Vision aus dem Buch des Propheten Jesaja: „Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des HERRN steht fest gegründet als höchster der Berge. Er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Nationen.“ Die Völker lassen sich dort vom HERRN Weisung für ihren Weg geben. „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern.“

Können wir das glauben, dass unsere Welt am Ende nicht untergehen sondern gerettet werden wird? Dass nicht der Krieg das letzte Wort haben wird sondern der Frieden? Dass nicht die finsteren Abgründe im Menschen sich durchsetzen werden sondern Lauterkeit und Güte?

Wenn wir das glauben könnten, dann würde es sich lohnen, trotz allem zuversichtlich weiterzuleben, weiterzuarbeiten, sich weiter zu engagieren. Dann könnten wir der Einladung folgen, mit der die Vision Jesajas endet, eine Einladung, die nicht mehr nur das Ende der Tage meint, sondern unsere Gegenwart: „Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Lichte des HERRN!“

Diesen „Mut voll Glauben“ wünsche ich mir und Ihnen!

Diakon Hermann Opgen-Rhein