Christina Eikens, Pastoralreferentin

Tobias Stähler, Mitglied im Pfarreirat

Der Zweifel

 Der ungläubige Thomas aus dem Evangelium vom Sonntag spiegelt doch das tiefe menschliche Bedürfnis nach Beweisen, nach Eindeutigkeit, nach Klarheit wider. Mit  seinen Zweifeln und seiner Skepsis kann man sich durchaus mit Thomas identifizieren. Am Ende kriegt er seinen Beweis. Er darf sogar seinen Finger in die Wunden legen. Jesus zeigt ihm seine Wunden, um seinen Zweifel zu heilen.

Zweifeln ist nicht schön, aber gehört doch irgendwie dazu. Dabei gibt es einen gesunden Zweifel, der eine gewisse Skepsis hat, der hinterfragt und der auch bereit ist, sich überzeugen zu lassen. Zweifeln in diesem Sinne bedeutet auch Hinterfragen, Auseinandersetzen, Nachhaken. So kann unser Zweifel auch zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit dem Osterereignis führen, indem wir uns mit den Sachen beschäftigen, die uns zweifeln lassen, und nach Antworten suchen. Also können wir ruhig Zweifel zulassen, aber auch immer mit der Bereitschaft, dass unser Zweifel überwunden werden kann.

Tobias Stähler