Christina Eikens, Pastoralreferentin

Helau und Alaaf

Ich war sehr erstaunt, wie diszipliniert die Kölner Jecken mit der Corona-Einschränkung rund um den Beginn der Karnevalssession am 11.11. umgegangen sind.

Es wurde schon deutlich, dass sie diese große Feier, das Schunkeln und das Bützen, die Musik und den Trubel sehr vermissen, aber sie blieben bodenständig. Sie sahen die Notwendigkeit ein, in dieser Zeit auf die direkte Nähe verzichten zu müssen. Sie steckten aber nicht den Kopf in den Sand. Stattdessen wählten sie – ganz zukunftsorientiert – ihr Dreigestirn gleich für 2 Jahre. Und sie halfen den enttäuschten Jecken durch Worte und kleine Aktionen über die Trauer hinweg. Voller Hoffnung, nahmen sie einfach den Karnevalsbeginn im November 2021 in den Blick.

Das wünsche ich uns in diesen Zeiten ganz besonders, dass wir die Hoffnung nicht verlieren, dass wir einander beistehen, wo es eng und bedrohlich wird und dass wir füreinander da sind, wenn Menschen traurig sind oder sich ohnmächtig fühlen. Von den Kölner Jecken aber möchte ich lernen, dass Zuversicht und eine Prise Humor wichtige Stützen in einer Krise sind. Die Welt geht offensichtlich nicht unter, wenn wir ein vertrautes Fest einmal anders gestalten müssen. Und allem Schweren zum Trotz, es gibt viel Grund zur Hoffnung, nicht nur im Bezug zum Karneval.

Vielleicht hilft uns dabei auch das folgende Gebet.

 Der Herr segne dich.

Er erfülle

dein Herz mit Ruhe und Wärme,

deinen Verstand mit Weisheit,

deine Augen mit Klarheit und Lachen,

deine Ohren mit wohltuender Musik,

deinen Mund mit Fröhlichkeit,

deine Nase mit Wohlgeruch,

deine Hände mit Zärtlichkeit,

deine Arme mit Kraft,

deine Beine mit Schwung,

deine Füße mit Tanz,

deinen ganzen Leib mit Wohlbefinden.

So lasse der Herr

alle Zeit seinen Segen auf dir ruhen.

Er möge dich geleiten und beschützen,

dir Freude schenken dein Leben lang

und

dir Mut zusprechen in schweren Zeiten.

 Heinz Pangels, nach einem afrikanischen Gebet

 

Mit lieben Grüßen

Ihre/eure Dorothea Hassels