Wallfahrt am 02.05.2026 nach Werl

Datum
4. Mai 2026

Die diesjährige Pilgerfahrt zur Wallfahrtsbasilika „Mariä Heimsuchung“ in Werl, zur Trösterin der Betrübten, stand unter dem Wallfahrtsmotto „Raum geben“. Ein Raum ist nicht einfach nur ein Zimmer, eine Kammer. „Raum geben“ das kann bedeuten: Spielraum zu geben für etwas, das sich entfalten soll. Etwas, das „im Raum steht“ ist ein unerledigtes Problem, das einer Lösung bedarf. Der Raum steht aber auch für die Weite des Universums, für die Größe der Schöpfung Gottes.

An der diesjährigen Wallfahrt haben 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Lünen, Werne, Nordkirchen und Selm teilgenommen. Ein Teilnehmer hat die Marathonstrecke von Lünen nach Werl innerhalb von sieben Stunden zu Fuß bewältigt. Die älteste Teilnehmerin war stattliche 89 Jahre alt. Insgesamt hat die „Frauenpower“ mit einem Anteil von mehr als 70 % Teilnehmerinnen ein deutliches Übergewicht.

Nach einer kurzen Begrüßung, dem traditionellen Pilgergebet und Pilgersegen haben sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer begleitet von Gebeten, Marienliedern und einer Betrachtung über die Gefühle, die auf Maria nach der überraschen Ankündigung des Engels eingestürzt sind.

Nach der Ankunft in Werl pilgerte die Gruppe begleitet von Kreuz, Fahnen und Mariengesang zur Wallfahrtsbasilika, wo sie vor den Toren der Basilika vom Wallfahrtsleiter, Pastor Bernd Haase, empfangen wurde. Nach feierlichem Einzug wurde die von der Gemeinde gestiftete, mit marienblauem Motiv wunderbar gestaltete Kerze vom Wallfahrtsseelsorger gesegnet und von einer Wallfahrerin entzündet. Es folgte die Eröffnungsandacht mit Wallfahrtsgebeten und einer stimmungsvollen Kerzenprozession durch die verdunkelte Basilika. Den liturgischen Höhepunkt der Andacht bildeten die Aussetzung des Allerheiligsten und der sakramentale Segen. Danach war Zeit, auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen zu lassen.

Nach der Pause wurde der Kreuzweg im Außenbereich der Basilika gebetet. Dabei wurden angepasste Texte und Fürbitten des diesjährigen Karfreitagskreuzwegs vor dem Kolosseum gebetet. Anschließend waren die Wallfahrerinnen und Wallfahrer in den Räumen des ehemaligen Klosters zur gemeinsamen Kaffeetafel eingeladen. Die von Pastor Haase geleitete und sehr feierlich gestaltete Wallfahrtsmesse stand ganz im Zeichen des diesjährigen Werler Wallfahrtsmottos „Wenn es dir guttut, dann komm“. Anstelle der Fürbitten wurde ein Kerzenritus zelebriert, bei dem die persönlichen Bitten der Gottesmutter anempfohlen werden konnten. Die Wallfahrtsmesse bildete den liturgischen Abschluss der Wallfahrt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren einhellig der Meinung, dass wir an einer wunderbar gestalteten Marienwallfahrt teilhatten. Unser Dank gilt in besonderer Weise dem betreuenden Wallfahrtsteam in Werl. Obwohl die St. Ludger Kirche von Schließung bedroht ist, wollen wir insbesondere wegen des sehr positiven Zuspruchs alles daransetzen, die Tradition auch im nächsten Jahr mit der 34. Wallfahrt fortzusetzen.

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