Der Lüner Ortsteil Alstedde trägt einen Namen angelsächsischen Ursprungs. Die Silbe "Al" oder "Ahl" bedeutet "Gott" oder "Götter". Die Silbe "stedi", wie sie anfangs geschrieben wurde, heißt "Stätte". Alstedde ist also gleichbedeutend mit "Götterstätte", ein Ort, an dem den Göttern geopfert wurde. Ein Hinweis darauf ist der Findling, der vor der Kirche St. Ludger liegt.

 

Bei der Christianisierung wurden die alten Kultstätten nicht immer zerstört. Man errichtete an ihnen Kreuze oder erbaute einfache Holzkapellen und machte die Orte so zu christlichen Gebetsstätten. Seit 1956 erhebt sich in der Nähe dieser Stellen die St.-Ludger-Kirche.

 

Der Grund für den Bau dieser Kirche war die Entstsehung einer Bergmannssiedlung. Damit wurde St. Ludger die erste Tochtergemeinde der alten St.-Marien-Gemeinde.